Mein Weg von der Esoterik zu Jesus

Zeugnis

Mein Weg aus der Esoterik – hin zu Jesus

Ich habe viele Jahre meines Lebens damit verbracht, nach der Wahrheit zu suchen. Nach Heilung, Liebe und Hoffnung. Nach etwas, das mein Herz satt macht und mir Frieden gibt. Und ich habe lange geglaubt, diesen Weg in der Esoterik gefunden zu haben.

Ich habe meditiert, mich mit spirituellen Lehrern beschäftigt, Bücher gelesen von Eckhart Tolle, Kurt Tepperwein, Connie Mendez und vielen anderen. Es ging um Bewusstsein, Energie, innere Ruhe, Schöpfungskraft. Manches klang tief – und doch blieb mein Innerstes leer. Ich spürte eine Unruhe in mir, die ich nicht erklären konnte. Eine Leere, die kein „Mann“ füllen konnte. Und ich spürte auch Angst – die Angst, nicht genug zu sein, nicht „erleuchtet“ genug, nicht gut genug, um glücklich zu sein.

In dieser Zeit lebte ich auch in einer Beziehung, in der ich immer mehr von mir selbst verloren habe. Ich war mit einem Mann zusammen, den ich heute als narzisstisch bezeichnen würde. Ich war wie gefangen in einem Denken, das mich klein machte. Ich dachte, ich bin psychisch krank, ich müsste mich verändern, besser anpassen, geduldiger werden, damit er mich liebt. Ich habe mich untergeordnet, mich selbst vergessen – und dabei übersehen, dass er seine eigenen Probleme auf mich übertrug und sie zu meinen machte. Dadurch war mein Rucksack nicht nur mit meiner Vergangenheit beladen, die ich nicht loslassen konnte, sondern ich trug zusätzlich auch seine Vergangenheit mit. Und wunderte mich, dass ich immer depressiver und kraftloser wurde.

Wir beide glaubten zu der Zeit an Evolution und das alles Energie ist. Er überforderte mich oft mit seinen Manisch-Depressiven Phasen, doch ich blieb bei Ihm – aus Angst, allein zu sein. Ich habe geglaubt, ich sei ohne ihn nichts. Und tief in mir wusste ich: Das ist nicht Liebe. Das ist nicht Wahrheit. Aber richtig greifen konnte ich es nie.

In dieser langen Zeit der Beziehung begann auch meine Flucht in den Alkohol. Ich habe schon seid Jahrzehnten getrunken, aber in diesen 8 Jahren eskalierte der Konsum völlig. Ich wollte funktionieren, stark sein, mein Herz und meine negativen Gedanken über mich selbst betäuben. Und ich dachte, ich hätte alles im Griff. Doch ich verlor mich immer mehr. Nach außen schien mein Leben vielleicht spirituell – doch innerlich war ich gebrochen. Ich litt unter Depressionen, Schmerzen, Fibromyalgie, innerer Dunkelheit. Ich war am Ende.

Und dann kam der Abend, an dem sich alles änderte.

Ich wohnte und arbeitete im August 2025 auf einem Campingplatz an der Ostsee. Es war ein Abend wie viele – voller innerer Spannung, voller Streit, voller Leere. Ich ging allein zum Wasser, setzte mich mit einem Bier zu einer Band, die dort spielte, und ließ mich treiben. Es nieselte leicht. Ich stand irgendwann auf und ging zurück Richtung Campingplatz – vielleicht 300 Meter waren es. Und dann, kurz vor meinem Bauwagen, geschah es:

Der Himmel öffnete sich.
Ein Regenguss wie aus dem Nichts – so stark, dass ich in einer Sekunde völlig durchnässt war. Und dann – mitten in diesem Moment – hörte ich eine Stimme. Laut. Klar. Nicht zu überhören.

„Hast du jetzt genug?“
„Hast du jetzt endlich genug?“

Ich stand still. Erschrocken. Überführt.
Und plötzlich war es, als würde mir ein Schleier vom Herzen und den Augen gerissen. Ich schrie innerlich:
„JA!“
Und sofort – wie aus dem tiefsten Grund meiner Seele – kam ein einziges Wort hoch:
„Jesus.“

Ich wusste in diesem Moment, dass alles, was ich geglaubt hatte, eine Lüge war.
Ich wusste, dass Jesus die Wahrheit ist. Und dass Er da war – nicht um mich zu verurteilen, sondern um mich heimzuholen.

Und dann begann etwas, das ich nie vergessen werde:


Drei Tage lang konnte ich nur weinen.


Mir fielen plötzlich all die Dinge ein, in denen ich gesündigt hatte – nicht oberflächlich, sondern tief. Auch Dinge, über die ich nie sprechen konnte. Ich erkannte, dass ich zweimal das Leben eines ungeborenen Kindes beendet hatte. Es brach mir das Herz. Ich lag auf den Knien, stundenlang, immer wieder, und betete. Flehte. Weinte. Ich wusste nicht viel über Gott. Ich kannte Jesus kaum. Und doch kam das alles aus mir – als hätte der Heilige Geist mein Innerstes erfasst.

Ich dachte bis dahin, Gott sei ein zorniger, strafender Richter, der mich – wie ich es verdient hätte – in die Hölle werfen würde. Aber ich erlebte etwas anderes: Gott überführte mich in Liebe.
Nicht, um mich zu verdammen – sondern um mich zu befreien.

Und dann begann ich zu suchen.

Ich begann, nach Jesus zu googeln. Ich saugte alles auf wie ein Schwamm. Wer war er? Was hat er gelehrt? Was bedeutet das Werk am Kreuz? Und ich begann, die Bibel zu lesen – nicht wie ein Buch, sondern wie einen Ruf.

Ich erkannte:

  • Die Esoterik beschäftigt, aber sie erlöst nicht.
  • Der Alkohol betäubt, aber er heilt nicht.
  • Jesus aber macht frei.

Nach und nach lernte ich, wer Jesus und Gott der Vater wirklich ist – durch den Heiligen Geist, der mich führte. Ich durfte erleben, wie meine Kollegin Sabine kurze Zeit später mit mir das Übergabegebet sprach. Ich übergab mein Leben Jesus Christus. Und ich wusste:
Jetzt gehöre ich Ihm.

Ich habe mich dann von meinem Partner getrennt. Es war schwer, weil meine Seele abhängig war – aber ich wusste: Wenn ich leben will, muss ich loslassen. Ich habe den Alkohol Schritt für Schritt abgelegt. Und ich habe ein Bereich meines Lebens nach dem anderen an Jesus gegeben.

Am 1. September 2025 wurde ich getauft – ein Tag, den ich nie vergessen werde.
Sabine und Annett, inzwischen liebe Freundinnen und Glaubensschwestern, tauften mich und standen zu meiner rechten und linken Seite. Sie hatten mich durch die ersten Schritte im Glauben begleitet, mich liebevoll ermutigt, getröstet und getragen. Gott hat mir die beiden in einer Zeit geschickt, in der ich völlig verloren war – und ich bin Ihm jeden Tag dankbar dafür.

Dass ich an diesem Tag ganz bewusst in das neue Leben hineingehen durfte, in das Jesus mich gerufen hatte, war für mich wie ein Neubeginn auf allen Ebenen:
Rein gewaschen.
Neu geboren.
Und zum ersten Mal wirklich frei.

Ich bin nicht perfekt. Ich falle, ich habe Fragen, ich kämpfe.
Aber ich bin gerettet.
Weil ich erkannt habe:

Nicht meine Kraft rettet mich – sondern Seine Gnade.

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